Der Kreisschützenbund Obereichsfeld hat sich übrigens mit 350 EUR an den Kosten des Events beteiligt.



Silberhäuser Schützen erfolgreich bei den Weltmeisterschaften der Vorderladerschützen in England.

Die Wettkämpfe der besten Vorderladerschützen der Welt in Bisley/England sind vorbei. Die beiden Schützen des SV Silberhausen Markus Gebhardt und Harald Rüdiger haben sich als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft hervorragend geschlagen. Nach ihren beiden WM-Titeln von 2015 konnten sie auch diesmal ihre herausragenden Fähigkeiten mit ihren Vorderladergewehren auf die mittleren ( MidRange )- und langen Distanzen ( Long Range - ca. 1000m ) unter Beweis stellen. Die besten Platzierungen erreichte Markus Gebhardt, der auf die 500 Yard Distanz (457m) den Titel des Vizeweltmeisters errang. In der Mannschaft des deutschen MidRange Teams ( 300 / 500 / 600 Yards ) erreichte er ebenfalls eine Silbermedaille. Die Kombinationswertung aus MidRange Distanz und LongRange Distanz ( 900 / 1000 Yards ) ergab dann noch eine Bronzemedaille in der Mannschaftswertung. Die Erfolge der Eichsfelder Schützen sind durch den Umstand um so höher zu bewerten, dass es für diese Disziplinen keinerlei Trainingsmöglichkeiten in Deutschland gibt.

Hans Gülland
Kreisschützenmeister

Bild : Privat Harald Rüdiger und Markus Gebhardt v.L.


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Offener Brief an die Thüringer Landespresse [586 KB]
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Kreisschützentag 2019

Schützenmeister des Kreisschützenbundes Obereichsfeld kritisiert die neue Waffenrechtsänderung auf dem Kreisschützentag in Beuren.

Beuren.
Nahezu 70 Schützen aus 29 Vereinen waren am Freitag zum 27. Kreisschützentag des Kreisschützenbundes Obereichsfeld gekommen. Im Saal der Gaststätte „Burgtor“ begrüßte Versammlungsleiter Krystof Gregosz die Teilnehmer.

Es gebe im Landkreis Eichsfeld 2056 Sportschützen in 42 Vereinen, die auf 38 Schießständen ihren Sport ausübten. Das Sportschützenwesen erfreue sich großer Beliebtheit, sagte Gerald Schneider , stellvertretender Landrat, in seinem Grußwort an die Schützen. Olaf Eberhardt , Vorsitzender des Kreissportbundes Eichsfeld, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass der Kreisschützenbund Obereichsfeld der 3.größte Fachverband in Thüringen sei.

Im Jahr 2018 habe es zwar 23 Schützen weniger als im Vorjahr gegeben, jedoch sei insgesamt ein Zuwachs von Jugendlichen zu verzeichnen. Schließlich verlas Kreisschützenmeister Hans Gülland seinen Rechenschaftsbericht. Er blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ging dann auf die aktuelle waffenrechtliche Situation ein.

Gülland erinnerte daran, dass in mehreren Pressemeldungen deutschlandweit als Konsequenz aus terroristischen und kriminellen Schusswaffenaktivitäten in aller Welt auch von einem Vorgehen gegen die legalen Waffenbesitzer die Rede war und ist. „Jetzt müssen wir erneut feststellen, dass unsere Einwände bei der Bundesregierung, wo wir deutlich machten, dass Sportschützen nicht mit illegalem Waffenbesitz und kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht werden wollen, keinen Eindruck hinterlassen haben“, so Gülland weiter, der anschließend auf den Entwurf zum 3. Waffenrechtsänderungsgesetz einging. Es sei festzustellen, so Gülland , dass die Sicherheit der Bevölkerung vor Terroranschlägen nicht dadurch verbessert werde, wenn legale Waffenbesitzer weiter beeinträchtigt würden. Die Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinie beinhalte weitgehend neue Verbote, die sich allein gegen rechtstreu eingeschätzte Sportschützen, Jäger und Sammler richteten.

„Das eigentliche Ziel der Waffenrechtsänderung wird somit glatt verfehlt“, sagte der Schützenmeister. Es entstehe das Gefühl, dass eine intensive und kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten des Entwurfs nicht gewünscht sei. In weiten Teilen der Neuregelung würden nicht nur aktive Sportschützen, sondern in Bezug auf die Eintragungspflicht für bisher erlaubte Vorderladerwaffen auch unzählige Privatpersonen, die keine Verbindungen zu Schützenorganisationen hätten, einbezogen, gab Gülland zu bedenken.

So sei zu befürchten, dass viele Bürger ohne Not kriminalisiert würden. Als Skandal bezeichnete der Worbiser die Tatsache, dass man der Öffentlichkeit den Eindruck vermitteln wolle, gerade mit Beschränkungen für Vorderladerwaffen den Terrorismus bekämpfen zu können. „Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen“, so Gülland .

Am Ende standen noch Auszeichnungen an. Die höchsten Ehrungen erhielten Berthold Gebhardt vom Schützenverein Silberhausen , der mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Krystof Gregosz ( Brehme ), nahm die Ehrennadel des Landessortbundes entgegen.

Gregor Mühlhaus / 25.02.19


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Änderung bei Bedürfnisanträgen ab März 2018

Bedürfnisanträge für waffenrechtliche Genehmigungen

Das Präsidium beschließt, ab 19. März 2018 haben alle Mitglieder des TSB, welche die Bestätigung eines waffenrechtlichen Bedürfnisses beantragen, den gesetzlich vorgeschriebenen Aktivitätsnachweis (z.B. Schießbuch in Kopie) beim Landesverband mit einzureichen.

Die geforderten Aktivitäten beziehen sich auf erlaubnispflichtige Schußwaffen, mit denen der Schießsport vor Antragstellung einmal pro Monat oder 18-mal verteilt über das ganze Jahr nachgewiesen werden muss.

Den Vereinsvorsitzenden obliegt die Vorkontrolle des Nachweises.

Erläuterung :
Bereits vor längerer Zeit hat das Präsidium beschlossen, bei waffenrechtlichen Anträgen, welche in anderen Bundesländern gestellt werden, als Landesverband auch die "Regelmäßigkeit" an Hand von Kopien der Schießbücher im Zeitraum von 12 Monaten vor Antragstellung zu kontrollieren. Dieses Verfahren wird nun ab sofort (wie in anderen Verbänden und Bundesländern bereits üblich) auf alle Antragsteller im Bereich des TSB ausgedehnt. Einige wenige Vereinsvorsitzende waren sich leider in jüngster Vergangenheit nicht ihrer Verantwortung bei der Bearbeitung der Bedürfnisanträge in puncto "Bestätigung der regelmäßigen Sportausübung" bewusst und haben damit Reaktionen der Waffenbehörden verursacht. Der Landesverband trägt aber die Verantwortung für diese Anträge und kann bei Unregelmäßigkeiten / Verstößen durch das Bundesverwaltungsamt zur Rechenschaft gezogen werden. Die Maßnahmen des BVA können zur generellen Nichtanerkennung von Bescheinigungen des Thüringer Schützenbundes führen. Bis zu einer solchen Eskalation wollen wir es nicht kommen lassen.
Präsidium des TSB
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Info WM Vorderlader 2019